Brav_a #12: Beiträge gesucht! / Call for submissions!

Wir suchen nun suchen schon für die 12. Ausgabe der Brav_a eure Beiträge! Sie können auf Englisch oder Deutsch, ernst oder witzig sein und sollten am besten sowohl für Teenager als auch erfahrene (Queer-) Feminist_innen verständlich sein. Die Deadline ist der 15. Mai 2019. Wie immer könnt ihr uns Beiträge zu allen möglichen Themen schicken, aber wir haben uns auch wieder zwei Schwerpunktthemen ausgedacht: „Emotionale Arbeit“ und „Geschlechtskrankheiten“. Beides sind sehr offene Themen und welche Erfahrungen oder Gedanken ihr dazu mit uns teilen wollt, ist ganz euch überlassen! Mehr Infos findet ihr auf der Seite „Suche nach Beiträgen“.

Brav_a #12 Call

We’re looking for contributions for our 12th issue! Contributions can be in English or German, serious or funny and should be understandable for teenagers as well as experienced (queer-) feminists. The deadline for the next issue is the 15h of May 2019. As always you can send us submissions about all kinds of issues, but we’ve again come up with two focus topics to jumpstart your inspiration: One is „emotional labor“, the other is „sexually transmitted infections (STIs)“. You can find more infos on the Call for submissions page.

Rezension: Was macht uns wirklich sicher?

Diese Rezension der Brav_a-Redaktion wurde in der Brav_a #11 (Januar 2019) veröffentlicht.

„Was macht uns wirklich sicher?“ ist ein „Toolkit“, also der Werkzeugkoffer für die Auseinandersetzung mit dem begrifflich etwas sperrigen Konzept der „transformativen Gerechtigkeit“. Er besteht aus Analysen des deutschen Strafrechtssystems und Stellungnahmen von Organisationen die sich für die Rechte von rassistische diskriminierten Menschen und Sex-Arbeiter*innen einsetzen. Dazu kommen Checklisten und Frageböden, die zur Arbeit mit sich selbst und innerhalb der eigenen Gruppe anregen sollen. Schließlich werden auch alternative Lösungsvorschläge für eine Welt ohne Gefängnisse und Strafrechtssystem vorgestellt.
Cover: Was macht uns wirklich sicher?
Beim Lesen wurde ich immer wieder mit meinem verinnerlichten gesellschaftlichen Wertesystem konfrontiert. Wie im Buch beschrieben, haben Menschen wie ich, mit einem weißen, bürgerlichen Hintergrund, oft als ersten Instinkt zur Erhöhung des eigenen Sicherheitsgefühls eine Verschärfung von Gesetzen und ein Durchgreifen des Staates zu fordern. Sie übersehen (oder ignorieren) jedoch dabei, dass sich diese Maßnahmen vor allem in einer verstärkten Diskriminierung von bereits marginalisierten Personengruppen auswirken. Mehr Kontakt mit der Polizei bedeutet für sie eher eine Gefahr von Gewalt als der Schutz vor Gewalt. Bei der Forderung aus der Mehrheitsgesellschaft nach „mehr Sicherheit“ stellt sich demnach immer die Frage „Sicherheit für wen?“.

Die auf dieser Erfahrung basierenden Ansätze dafür, Gewaltvorfälle innerhalb von Communities zu lösen, statt sich auf Polizei und Staat zu verlassen, sind inspirierend. Gemeinschaftlich soll die betroffenen Personen unterstützt und gewaltausübende Personen zur Verantwortungsübernahme bewegt werden. Es wird jedoch beim Lesen klar, dass Grundlage für solche Prozesse eine schon bestehende verantwortungsbewusste, enge Community sein muss und sie viel Emo-Arbeit für alle bedeuten. In weißen Mehrheitskontexten, in denen dieser Ansatz für die meisten Beteiligten nicht alternativlos erscheint, bleiben sie vermutlich oft ein schwer erfüllbares Ideal. Trotzdem ist auch in diesen Kontexten eine Auseinandersetzung mit den vorgestellten Konzepten anhand des Toolkits – bevor etwas passiert – in den eigenen Politgruppen und Hausprojekten sehr sinnvoll.

Das Buch ist für alle Menschen empfehlenswert, weil es den Blick für institutionellen Rassismus und Ausschlussmechanismen in den eigenen Gruppen schärft. Es macht klar, dass queere Anliegen mit Anti-Rassismus zusammengedacht werden müssen und bietet Lösungen dafür, Communities inklusiver zu machen. Für von Diskriminierung Betroffene kann es Hilfestellung bieten, die gemeinschaftliche Beseitigung von rassistischen und andere Ausschlüsse einzufordern.

Melanie Brazzell (Hg.)
Was macht uns wirklich sicher?
Edition Assemblage (2018)

Brav_a Minizine zum Thema Firten

Im Januar 2019 war nicht nur der Release der Brav_a #11, sondern auch von einer weiteren Publikation des Brav_a-Teams: Ein 16-seitiges Minizine zum Thema Flirten mit tollen Illustrationen von Clara Julia. Vor langer Zeit, in der Brav_a #2 gab es einen sehr beliebten Flirtguide und in der Brav_a #9 haben wir das kleine 1×1 des Flirtens von queer_topia* veröffentlicht. Beide haben wir nochmal überarbeitet in diesem Zine zusammengestellt. Besonders für Leute die sehr schüchtern sind, ist Flirten herausfordernd und anstrengend – gerade an diese richtet sich unser neues Minizine. Denn Flirten kann auch schön und lustig und aufregend sein … Daher dachten wir, wir sammeln noch mal all unser Wissen und unsere Erfahrungen für euch.

Das Zine kannst du zum Druckkostenpreis von 1,20 Euro bei uns bestelllen (brav_a@gmx.de), später wird es hier auch kostenlos als PDF herunterladbar sein. Viel Spaß beim Lesen!!!
Minizine Flirten

Brav_a #11 Release-Lesung

Lesung Brav_a #11Das Jahr fängt ganz hervorragend an: Wir präsentieren euch die 11. Ausgabe unseres queer-feministischen Zines Brav_a, an der wir die letzten Monate gewerkelt haben. Die Schwerpunkthemen sind dieses mal „Drama“ und „Hamster & Co“ – wir werden euch ein paar der tollen Beiträge dazu vorlesen. Zusätzlich stellen wir euch ein weiteres Print-Projekt der Brav_a-Redaktion vor: Unser neues Minizine zum Thema Flirten. Danach gibt es noch ein kleines Quiz mit Fragen zu Queer-Feminimus und 6+ Jahren Brav_a. Natürlich mit wunderbaren Preisen aus unseren persönlichen Sammlungen, bestimmt kein Müll, der sonst in der Freebox gelandet wäre, nein nein. Und wie immer gibt’s gratis Kuchen für alle! Bis dann, wir freuen uns auf euch!!!

Lesung & Quiz & Kuchen
Do, 24.01.2019 um 19:30h
B-Lage, Mareschstraße 1, Berlin
FB Event

Queeres Verlegen #4

Save The DateZum vierten Mal wird Brav_a bei Queeres Verlegen dabei sein! Die „Feministische Buchmesse queerer Verlage und Akteur_innen – zum Lesen, Zuhören, Diskutieren und Netzwerken“ findet diesmal am 17. November 2018 von 14–21 Uhr im Statthaus Böcklerpark statt.
Checkt das Programm und kommt vorbei!